TDDK kündigt den Umbau zum europaweit größten Produktionswerk für elektrische Kfz-Klimakompressoren an.
Am Montag traf Geschäftsführer Yoichi Terao Ministerpräsident Michael Kretschmer in der Staatskanzlei. Mit dabei waren TDDK-Gründungsgeschäftsführer von 1998-2007 Nobuyuki Araki, sein Stellvertreter von 2002-2006 Tadashi Nakano, der stellvertretende Geschäftsführer Ronald Juhnke, der Landrat des Landkreises Bautzen Udo Witschas, der Bernsdorfer Bürgermeister Harry Habel sowie der Chef der für den Kohleausstieg gegründeten Sächsischen Agentur für Strukturentwicklung (SAS) Jörg Mühlberg.
Ministerpräsident Michael Kretschmer: »Ich freue mich sehr, dass TDDK weiter in der Lausitz investiert. Der Bau von elektrischen Klimakompressoren ist eine wichtige Entscheidung für die Zukunft des Standortes in Bernsdorf und ein klares Bekenntnis zur Elektromobilität. Die Erweiterung des Werkes stärkt das Automobilland Sachsen insgesamt und ist eine wertvolle Unterstützung für den Strukturwandel in der Region.«
Bereits jetzt fungiert TDDK auch als Versandstandort für in Japan gefertigte Elektrokompressoren. 2021 begann man mit 200.000 Stück. In diesem Jahr rechnet TDDK mit einer Versandmenge von einer halben Million E-Kompressoren. Das macht 2022 bei einer Gesamtversandzahl von sechs Millionen Kältemittelverdichtern bereits einen Anteil von acht Prozent aus. Für 2028 wird geschätzt, dass die Produktionsmenge von Hybrid- und vollelektrischen Autos in Europa erstmals die Zahl der mechanisch angetriebenen Kfz übersteigt. TDDK bereitet sich mit dem jetzt bekanntgegebenen Um- und Ausbau des Werks auf eine Kapazitätserweiterung von sechs auf acht Millionen Klimakompressoren pro Jahr vor.
Die Größenordnung oder gar eine genaue Investitionssumme lässt sich jetzt noch nicht beziffern. Fest steht nur, dass TDDK viele Millionen Euro investieren wird, um das Weiterbestehen dieses industriellen Leuchtturms in der vom Kohleausstieg betroffenen Lausitz zu sichern. Angesichts der Ukraine-Invasion, einer drohenden Gasknappheit und Wirtschaftskrise im kommenden Winter war diese Vorstandsentscheidung in Japan zum jetzigen Zeitpunkt alles andere als ein »Selbstläufer«. Auf Dauer können die japanischen Investoren natürlich nur mit Vertrauen in eine stabile und bezahlbare Gas- und Energieversorgung eine solche Zukunftsinvestition in der Lausitz, in Bernsdorf, Ortsteil Straßgräbchen wagen.